Ich habe einen dicken A2 Block, auf dem ich meine Zeichenübungen mache. Abends, bei gedämpftem Licht, sitze ich dann mit  diesem großen Block auf der Couch und zeichne. Meistens aus dem Gedächtnis oder nach Vorlagen, Figuren und Posen und Allerlei Zeugs. Im Hintergrund läuft fast immer der Fernseher. Besonders gut sind dann Sendungen mit einem Moderator der halbwegs still hält, um schnelle Gesichtszeichnungen zu machen. Zum Einen kann ich meine überschüssige Energie über einen Stift ableiten und zum anderen ist es einfach eine Zeichenschule. Ich bewundere Zeichner wie Andreas Nossmann, Horst Janssen und Hans-Ruprecht Leiss sehr. Solche Zeichnungen kann ich einfach nicht und so bleiben auch Dinge die ich aufs Blatt bringen will, aus Mangel an Fähigkeiten,  auf der Strecke. Gleichzeitig ist da auch ein Gefühl von Freiheit… sich auszuprobieren, ohne Zensur und Ziel zu arbeiten, das macht  Spaß, manchmal ist es  wie beim Sport, da muss der Schweinehund einen Tritt bekommen.  In diesem Winter habe ich recht viel gezeichnet und eine neue Routine entwickelt. Ein Plus ist mein schöner  Schreibtisch, den ich vor einem halben Jahr dafür freigeräumt habe. Der sperrige PC mit Drucker ist abgebaut, nun sehe ich  meine Stiftebecher  vor. Sie animieren mich förmlich zum zu greifen. Es ist  auch gemütlicher, als am Küchentisch zu arbeiten. Unglaublich was ein schöner Arbeitsplatz ausmacht um kreative Lust zu fördern. Kritzeleien sind privat, aber hier dennoch ein Beispiel. Allen Lesern ein schönes Wochenende.