es ist Jahrzehnte her, dass ich in Ballenstedt war. Meine Erinnerungen sind spärlich, damals war ich Studentin, es war Winter also grau in grau.  Um so offener nahm ich alles auf, was es  in Ballenstedt und Umgebung zu sehen gab. Tante und Onkel erzählten von damals und was sich in den Jahren in ihrem Leben so zugetragen hat. Obwohl wir uns genau genommen nicht kennen, auch wenn wir verwandt sind, so waren die Tage doch angenehm und hatten etwas Vertrautes. Je näher mein Lebensende rückt…um so gieriger und auch neugieriger bin ich, wenn es um Geschichten von damals geht. Ich sauge Einzelheiten auf die sich im Kopf zu einem Puzzel fügen. Ich habe mich gefreut, dass Mutter mit mir hier hergefahren ist…wer weiß ob ich noch mal wiederkomme…sagte sie. Ich bestimmt.

Quedlinburg ist eine Stadt die ich sowie so auf meinem Besucherplan habe. Nun in diesen Tagen war Zeit hier durch die historische Altstadt zu laufen und ich habe jede Menge Fotos geschossen die dann als Motiv für Architekur und Städtebilder herhalten werden. Viele interessante Geschäft in den Gassen und das hat Spaß gemacht hier zu verweilen. Am ersten Tag hat das Wetter garnicht mitgespielt Sturm und Dauerregen ließen uns nur kurz vor die Tür gehen. Dafür schien die Sonne als wir den Spaziergang zum Gegenstein machten. Gleich hinter Tantes Haus verlief der Wiesenweg. Von oben bot sich ein interessantes

Landschaftspanorama. Hügellandschaften sind dann doch spannender als Flachland finde ich. Oben angekommen ein Blick über das Harzvorland über alte Streuobstwiesen und Felder. Mutter streikte dann doch… ihr Zuckerspiegel verhinderte, dass sie die Gegensteine aus der Nähe sah. Von Berlin nach Ballenstedt ist es wirklich nicht weit und ich komme wieder…danke an Tante und Onkel und ihre Gastfreundschaft.

 

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