was für ein herrlicher Februar-Sonntag. Ich war heute konsequent. Erst malte ich ein angefangenes Bild zu ende  und dann packte ich den Rucksack mit Skizzenheft einer Ladung alter Bücher. So geschultert ging es raus in die kalte Luft. Lange Schatten und interessante Stepps für kurze Zeichnungen mit dem Pinselstift. Ich weiß, wer draußen malt sollte darauf gefasst sein, dass immer eine neugierige Person stehen bleibt und meint das Recht zu haben auf die Zeichnung zu schauen. Wenn ich Tagebuch im freien schreiben würde, käme sicher nicht die Frage…darf ich mal Lesen? Es wäre auch unanständig die neugierige Person zu fragen…was sie in ihrer Handtasche trägt. Ganz klar das wird als privat akzeptiert – aber Zeichnen scheint als öffentliches Kunststück von Jedermann kommentiert zu werden. Ich kam nicht weit…mein Zuckertief und die Tatsache kein Geld einstecken zu haben – ließ mich umdrehen. Ich hatte ja noch einen leckeren Eintopf auf dem Herd…dann blieb ich aber konsequent und bin noch mal los. Das Ziel, die Bücher-Telefonzelle  in Richtung Zehlendorf. Hier erleichterte ich meinen Rucksack von alten Büchern…Ich fand auch etwas – einen schweren Wälzer – Grafiken von Toulouse Lautrec…So gibt man und nimmt man. Der Sonnenuntergang war spektakulär in rose-orange nur Minuten und schon ist das Schauspiel vorbei und Dunkelheit legt sich über diesen Tag.