eigentlich sollte sich auf diesem hochwertigen Papier in 55 x 38 cm ein Dorf aus dem Dunst der aufgehenden Sonne erheben. Irgendwie wußte ich plötzlich, das funktioniert nicht und disponierte um. Das teure Lana Büttenpapier sollte nicht einfach mit Farbe gefüllt werden, ich fand eine Mischung aus Loslassen und Eingreifen und so wurde  es eine interessante Landschaft  – abstrakt mit einem gelungenen Farbklang und Details, an die sich das Auge heftet. Ich stelle fest, das meine Malweise zunehmend ausgereifter wird. Ich beherrsche das Malen mit Wasserfarben tatsächlich, ich weiß was ich wann tun muss, um eine gewünschte Wirkung hervor zu rufen. Aquarellmalerei ist ja bekanntlich der Anachronist unter den Malweisen, weil Wasser fließt uns sich eigenwillig mischt. Die Farben sich  überlagern und doch habe ich gelernt das handzuhaben und die Effekte zu nutzen. So strahlen meine Bilder ganz neu. Hinzu kommt, dass ich meine Zeichenkunst verbessert habe. So kommen Motive auf meine Blätter, die ich dich wirklich malen will und nicht davor scheue, weil ich zeichnerisch nicht klar komme. Beide Fertigkeiten, der Umgang mit der Aquarellfarbe und die bewußt umgesetzten Motive bringen ganz neue Qualitäten in meine Aquarellkunst.