manchmal reizt ein Bild zum zeichen und malen und die realistische Wiedergabe ist am Ende kein wirklich gutes Bild. Das liegt manchmal daran, dass zu viele Farbtöne im Bild den gleichen Tonwert haben…also alles grau in grau verschwimmt und der Bild-Schwerpunkt als Hingucker unter geht. Zu viele Köche verderben den Brei und zu viele unterschiedliche Farben auch, erst recht, wenn es reine Fraben sind. Ich lese gerade ein Buch über Bildkompositionen und auch hier spielt der Blickpunkt, Bildzentrum eine Rolle. Meine Farbskizze ist das Endergebnis eines längeren Arbeitsprozesses. Zunächst suchte ich nach einem Motiv. Da ich alte Firscherhäuser liebe, war es dann dieses historische Lehmhaus aus Fischerhude, bei Worpswede. Der Sinn, die unterschiedlichen Tonwerte in einer Grafitzeichnung darzustellen, hat Spaß gemacht. Die Proportionen sind zwar nicht ganz getroffen, aber darauf kam es hier nicht an. Das Hell-Dunkel in Licht und Schatten – war Thema. Am Ende colorierte ich meine Grafitzeichung, ich bin nun mal eine Malsau) wie mein Zeichenlehrer früher sagte. Hier sieht man, das Lehmhaus hat zwar einen wunderbaren Reiz, aber es verschwimmt im mittleren Tonwert mit der Umgebung. Ein dunkler Hintergrund würde Abhilfe schaffen, oder das Häuschen noch dunkler herausarbeiten. Ich bin trotzdem zufrieden mit meiner Motivarbeit, denn sie bringt Einsichten, die wichtig sind. Hier geht es nicht um das fertige Bild, sondern um das Üben. Um ein gutes Aquarellbild von diesem Motiv zu malen, müsste man eine Entscheidung treffen, um die Bildwirkung  zu erhöhen.

Fischerhude

Hier die Grafitzeichnung

Lehmhütte

und hier das Originalfoto

fischehude

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